🌿 Ein angenehmer Julitag unter dem Kirschbaum

Ich sitze an diesem schönen Julitag im Schatten unter dem Kirschbaum. Über mir rascheln die Blätter im Wind. Eine leichte angenehme Briese streift über meine Haut und mir wird bewusst, wie sehr ich dieses Gefühl liebe. Der Garten steht in voller Blüte ich sehe von meinem Platz die großen roten und orangen Blüten der Taglilien.

Die Amseln zwitschern und hier und da höre ich auch Elstern meckern, die sich beschweren, dass sie gerade nicht an die kräftig roten Kirschen im Baum kommen. Die kräftig roten und lila gefärbten Blätter der mazedonischen Witwenblume biegt sich fast bis zur Erde unter dem Gewicht der Hummeln und Bienen, die dort noch versuchen den letzten Tropfen Nektar und Pollen herauszuholen.

Ich kann ganz viele unterschiedliche Schmetterlinge beobachten, wie sie hier und da herumschwirren und Futter suchen oder sich in der Sonne aufwärmen. Der Teich plätschert leise im Hintergrund und kleine blaue Libellen sind auf der Jagd. Es liegt ein Hauch von Lavendel und frisch gemähten Rasen in der Luft, jedoch auch irgendwie ein Hauch von Regen, obwohl der Himmel wolkenlos ist.

In diesem Moment wird mir bewusst, wie das Leben um mich herum weiter geht und meine Zeit einen kleinen Moment stillsteht und mich die Situation zur Ruhe und Entschleunigung bewegt. Ich nehme mir bewusst die Zeit, um meine Umgebung zu beobachten, von meinem Platz aus kann ich auch schon die fast reifen Gurken im Gewächshaus und die im Moment noch grünen Tomaten sehen.

Hier und da glänzt auch ein Spinnennetz in der Sonne, wo die kleinen Kreuzspinnen wohnen. Kohl- und Blaumeisen hüpfen im Apfelbaum herum, und mir wird bewusst das schon die Hälfte des Jahres vorüber ist. Weil ich in diesem Moment so ruhig geworden bin, merke ich, wie gut mir solche bewussten Pausen tun und ich mir viel öfters die Zeit zum Meditieren nehmen sollte.

Wo Worte zu Licht werden – 🌙 Dies et Nox