Das Licht beginnt länger zu werden.
Die Tage lassen sich wieder anders wahrnehmen.

Die Wärme auf meiner Haut ist angenehm geworden,
während eine sanfte Brise über mich hinwegzieht.
Man merkt, dass langsam der Sommer näher kommt.
Die ersten Frühlingsblumen sind bereits verblüht,
während sich die Sommerblumen langsam erheben.
Man kann sich jetzt wieder öfter nach draußen setzen,
die Wärme und das Licht spüren
und einfach ein wenig Energie auftanken.
Dabei ist es schön zu beobachten,
wie die Vögel zurückkehren und zwitschern.
Die Mauerbienen suchen sich einen Nistplatz
und schwirren aufgeregt umher.
Die Natur wirkt kräftiger.
Lebendiger.
In mir beginnt sich die Unruhe langsam zu legen.
Die Gedanken fließen ruhiger, gleichmäßiger.
Ich merke, wie meine Energie zurückkehrt.
Noch nicht ganz da –
noch nicht wie im Sommer.
Aber sie wächst.
Und ich genieße die Wärme auf meiner Haut.
Dieses sanfte Prickeln,
wenn ich im Garten oder im Park sitze und lese.
Einfach da sein.
Das Summen der Bienen.
Das Zwitschern der Vögel.
Und irgendwo ganz still daneben:
der Hund,
der draußen liegt,
schläft
und einfach genießt.

Und vielleicht reicht es,
einfach im Hier und Jetzt zu sein.
Zu genießen,
was gerade da ist.
Ohne viel zu erwarten.
Die kleinen Momente wahrzunehmen,
die so schnell wieder vorbeigehen.
Der Sommer ist noch nicht da.
Aber er kommt.
Zwischen Stoff und Worten.
Zwischen Tag und Nacht.
🌙 Dies et Nox