Manche Kleidungsstücke entstehen nicht,
weil man etwas Neues braucht.
Sondern weil sich etwas ruhig anfühlen soll.
Ein Stoff.
Eine Idee.
Ein Moment, der bleiben darf.
🌿 Ein erster Eindruck

leicht, still und irgendwo zwischen Alltag und Natur.
Für dieses Kleid habe ich ein Bild gewählt,
das so eigentlich nicht ganz real ist.
Das blaue Kleid habe ich in eine Waldaufnahme eingefügt –
ein Spiel mit Vorstellung und Gefühl.
Vielleicht, weil es genau dorthin gehört.
Oder weil ich sehen wollte,
wie es sich in dieser Umgebung anfühlt.
🕯️ Zwischen Stoff und Entstehung

das man nicht ganz planen kann.
Genäht habe ich beide Kleider nach dem Schnittmuster
Melli von Vintage Bambi.
Das braune Kleid ist aus einem weichen
Bambusjersey mit Elasthan-Anteil entstanden.
Der Stoff fällt fließend, fast schwerelos,
und trägt sich sehr angenehm auf der Haut.
Das blaue Kleid habe ich aus einem
Baumwolljersey mit Elasthan-Anteil genäht.
Etwas strukturierter –
und doch genauso weich in seiner Wirkung.
Beim Nähen selbst ging es mir nicht darum,
schnell fertig zu werden.
Sondern darum,
einen ruhigen Moment festzuhalten.
🌫️ Das Kleid selbst

und gerade deshalb ganz bei sich.
Die Kleider sind schlicht gehalten.
Ein weicher Fall.
Eine gebundene Taille.
Bewegung im Stoff.
Das Taillenband habe ich selbst ergänzt.
Es gehört nicht zum ursprünglichen Schnitt –
aber genau dadurch fühlt es sich stimmiger an.
Es gibt dem Kleid eine sanfte Form,
ohne es festzulegen.
Nichts, das laut ist.
Nichts, das sich in den Vordergrund drängt.
Und vielleicht ist es genau das,
was ich daran mag.
Sie tragen sich nicht nur –
sie lassen Raum.
🌙 Ein leiser Abschluss
Ich glaube,
manche Dinge müssen nicht besonders sein,
um besonders zu wirken.
Manchmal reicht es,
wenn sie sich richtig anfühlen.
Ein Kleid, das nicht auffallen will.
Sondern einfach da ist.
Für ruhige Tage.
Für kleine Wege.
Für Momente dazwischen.
Wo Stoff zu Halt wird.
🌙 Dies et Nox