Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge des Alltags, die uns jeden Tag begleiten. Dinge, die man ständig in den Händen hält, mitnimmt und benutzt, ohne groß darüber nachzudenken.
Genau deshalb wollte ich irgendwann eine Geldbörse haben, die nicht nur praktisch ist, sondern sich auch wirklich nach mir anfühlt. Doch entweder waren die Portemonnaies, die ich gefunden habe, zu klein, hatten nicht genügend Kartenfächer oder sie haben mir optisch einfach nicht gefallen.
Also habe ich angefangen, nach einem passenden Schnittmuster zu suchen und bin schließlich beim Schnittmuster von Trash Monstarz® Nähshop gelandet. Dieses hat mich sofort angesprochen und ich wusste: Genau daraus möchte ich meine eigene Geldbörse nähen.
Natürlich wurde das Schnittmuster direkt gekauft und ausgedruckt, denn auch wenn inzwischen vieles digital funktioniert, brauche ich Anleitungen und Schnittmuster immer noch gerne in Papierform vor mir liegen.
Die kleine Ernüchterung kam allerdings kurz danach: Statt fertiger Schnittteile gab es nur Maßangaben. Also begann erst einmal der etwas improvisierte Teil des Projekts. Mit dickem Karton, Lineal und Schere habe ich mir die einzelnen Schnittteile selbst erstellt und ausgeschnitten, damit daraus am Ende überhaupt erst ein richtiges Schnittmuster werden konnte.

Danach begann die Suche nach einem passenden Stoff. Für dieses Projekt wollte ich etwas Robustes, das den Alltag gut aushält, aber trotzdem nicht zu grob wirkt. Schließlich habe ich diesen floralen Canvas Stoff auf Stoffe.de gefunden. Dort bestelle ich inzwischen einen Großteil meiner Stoffe, da die Auswahl in den wenigen Stoffgeschäften in meiner Umgebung oft leider nicht ganz das bietet, wonach ich suche.
Natürlich wurde der Stoff zuerst gewaschen und getrocknet, bevor ich angefangen habe, die einzelnen Schnittteile zuzuschneiden. Danach kamen noch der passende Reißverschluss, der Klettverschluss und die verstärkende Vlieseline dazu, damit die Geldbörse später stabil genug bleibt und die Karten sicher an ihrem Platz sitzen.
Das Portemonnaie hat geschlossen eine Größe von ungefähr 4 x 7 cm und geöffnet etwa 8 x 7 cm. Insgesamt bietet es Platz für zehn Kartenfächer und genügend Stauraum für die Dinge, die mich im Alltag begleiten.

Dann begann das eigentliche Nähen. Ganz einfach war das Zusammensetzen des Schnittmusters nicht immer, vor allem weil ich beim Nähen oft sehr perfektionistisch bin und viele kleine Details mehrfach überprüfe. Gerade bei so einem kleinen Projekt fallen ungerade Nähte oder verrutschte Stofflagen sofort auf.
Trotzdem hat am Ende alles sehr gut funktioniert und ich bin mit dem Ergebnis wirklich zufrieden.

Die Geldbörse begleitet mich inzwischen im Alltag und genau das macht solche selbstgenähten Projekte für mich besonders — etwas Eigenes zu erschaffen, das nicht nur schön aussieht, sondern auch wirklich benutzt wird.
Vielleicht ist es genau das, was ich am Nähen so mag.
Nicht nur Stoff und Garn miteinander zu verbinden, sondern Dinge zu erschaffen, die bleiben dürfen und ihren Platz im Alltag finden.

Wo Stoff zu Halt wird.
🌙 Dies et Nox