🌿 Zwischen Schnee und Neubeginn

Wenn ich heute auf „Dies et Nox“ schaue,
fühlt es sich an wie eine zarte Frühlingsblume.

Noch klein.
Noch vorsichtig.
Aber sie beginnt, sich durch die Erde zu schieben.

Manchmal sogar durch Schnee.

Ich merke, wie viel Mut in diesem kleinen Wachstum steckt.
Wie viel Überwindung es kostet, etwas Eigenes sichtbar zu machen.
Wie schnell Zweifel kommen können,
wenn nicht alles sofort funktioniert.

Und trotzdem wächst sie.

Nicht perfekt.
Nicht makellos.
Nicht fertig.

Aber lebendig.

Es gab Momente, in denen ich frustriert war.
In denen ich am liebsten alles wieder eingerissen hätte,
weil etwas technisch nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt habe.

Und doch bin ich geblieben.

Vielleicht ist genau das der eigentliche Neubeginn:
Nicht das fertige Ergebnis.
Nicht die volle Blüte.

Sondern das Dranbleiben.

Dieses leise „Ich versuche es weiter“,
auch wenn es sich gerade unsicher anfühlt.

Ein erstes Blatt.
Eine Knospe.
Ein Zeichen, dass unter der Oberfläche längst etwas gewachsen ist.

Und vielleicht darf ich mir erlauben,
genauso zu sein.

Nicht vollständig entfaltet.
Nicht immer stark.

Aber bereit, mich durch mein eigenes Eis zu schieben –
Schicht für Schicht,
Richtung Licht.

🌙

Zwischen Stoff und Worten.
Zwischen Tag und Nacht.
🌙 Dies et Nox