🌿 Imbolc – Wenn das Licht leise zurückkehrt

Ein Moment zwischen Schnee und Neubeginn.

Ein Übergang zwischen Dunkel und Neubeginn

Imbolc ist eines der Jahreskreisfeste.
Es markiert den Moment, in dem das Licht langsam zurückkehrt.
Die Tage werden spürbar länger.
Noch liegt Winter über allem –
und doch beginnt unter der Oberfläche bereits Bewegung.

Für mich ist Imbolc kein lautes Fest.
Es ist ein Flüstern.

Ein erstes Licht im Dunkel.
Ein vorsichtiges „Vielleicht“.


Mein Altar

Mein Altar bestand aus einem Glas –
ein geschützter Raum für diesen Übergang.

Der Boden war mit Salz bedeckt.
Salz als Sinnbild für Schnee.
Für Ruhe.
Für Stille.

Zwischen dem „Noch nicht“
und dem „Bald“.

Ein Rosmarienzweig und Lorbeerblätter
standen für die ersten Pflanzen,
die sich ihren Weg durch den Schnee bahnen.

Eine weiße Kerze –
für die Sonne, die heller wird.
Für Licht, das zurückkehrt.
Für Hoffnung.

Ein Bergkristall –
klar.
still.
rein.


Hoffnung und Sehnsucht

Meine Stimmung war Hoffnung.

Hoffnung, dass jeder Neubeginn
etwas Großes tragen kann.

Und Sehnsucht.

Nach Licht.
Nach dem ersten Grün.
Nach dem Moment,
in dem die Welt wieder aufatmet.


Ritual und Innehalten

Ich habe die Kerze angezündet.
Ich habe meditiert.
Ich habe meine Gedanken sortiert.

Es war Ritual –
und gleichzeitig ein Innehalten.

Ein Raum,
in dem ich mich selbst wieder hören konnte.

Zwischen Schnee und Kerzenlicht
beginnt manchmal leise der Frühling –
nicht draußen,
sondern in mir.

Vielleicht beginnt jedes Licht zuerst im Inneren.

Zwischen Stoff und Worten.
Zwischen Tag und Nacht.
🌙 Dies et Nox